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25 Jahre Hafenstraßen-Brand: Gemeindediakonie gedenkt der Verstorbenen

Diakoniepastorin Dörte Eitel zum Jahrestag der Tragödie

Am 18. Januar 2021 jährt sich zum 25. Mal der Brand in einer Lübecker Unterkunft für Asylbewerber*innen in der Hafenstraße in Lübeck, bei dem sieben Kinder und drei Erwachsene ihr Leben verloren haben und etliche andere verletzt worden sind. Es war ein schrecklicher Tag in der damals noch jung wiedervereinigten Bundesrepublik, der international für Aufmerksamkeit und Trauer gesorgt hat. Im Auftrag der Hansestadt Lübeck waren wir als Gemeindediakonie damals für die Betreuung der Menschen zuständig – das macht uns umso betroffener und trauriger. Dem Brand in der Hafenstraße waren etliche Anschläge auf Unterkünfte von Asylbewerber*innen in den Jahren zuvor vorausgegangen, so dass sich auch in Lübeck der Verdacht nach wie vor hält, dass es sich beim Brand in der Hafenstraße um einen Anschlag gehandelt hat.  

In jener Nacht sind Lübecker Bürger*innen zu Tode gekommen. Es lässt sich bis heute nicht klären, ob bei den Ermittlungen bzgl. des Brandes Fehler gemacht worden sind oder ob es sich um ein tragisches Unglück gehandelt hat. Für die Betroffenen macht dies aber keinen Unterschied. Sie haben ihr junges Leben verloren und die Überlebenden müssen bis heute mit ihrer Trauer und ihrem Schmerz leben. Die Gemeindediakonie gedenkt der Verstorbenen und auch der Angehörigen. Wir sehnen uns nach einem Frieden, der ein Willkommen für alle Menschen möglich macht, der Offenheit, Freundlichkeit, Teilen und Solidarität zulässt.                                                                                 

 

 

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